VITA

Guillermo Burgos Teixidó wurde 1964 in Rosario, Buenos Aires, geboren. Sein Interesse für Musik und speziell für Gitarren begann schon sehr früh: Bereits mit 8 Jahren beobachtete er seinen älteren Bruder beim Gitarrenspiel und beschloss daraufhin, sich das Spielen zunächst selbst beizubringen. Ab dem Alter von 14 Jahren nahm er professionellen Gitarrenunterricht, 1980 setzte er das Studium dieses Instruments am Nationalen Konservatorium von Rosario fort. Zusätzlich erhielt er eine umfassende Ausbildung in den folgenden Bereichen: E-Gitarre, Jazzimprovisation, Folklore, lateinamerikanische Rhythmen, Reparatur von Musikinstrumenten, Orchestrierung, Gehörbildung, Gesang und Klavier.

Er war Schüler von Meistern der klassischen Gitarre wie Oscar Cáceres y Juan José Falú. Zudem hatte er Unterricht bei anderen berühmten Musikern der unterschiedlichsten Stilrichtungen wie zum Beispiel Folklore bei Lucho González, Fernando Otero unterrichtete ihn in Klassik und Tango, Walter Malosetti, Javier Cohen y Fernando Zaldívar in Jazz und Raquel Escalante Larguía in Gesang.

Seit seiner Jugend widmet er sich mit Leidenschaft dem Bau von Instrumenten, eine Kunst, die einerseits ohne fremde Hilfe erlernte, andererseits durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Meistern des Gitarrenbaus perfektionierte. So assistierte er zum Beispiel in Buenos Aires José Yacopi, einem berühmten Hersteller von spanischen Gitarren in Argentinien.

Seine Karriere als Konzertgitarrist eröffnete er mit Fantasía para un Gentilhombre (Fantasie für einen Edelmann) des spanischen Komponisten Joaquín Rodrigo (1901-1999).

Als unabhängiger Komponist für Theater und Kino war er vor allem in Argentinien und Spanien tätig. Gemeinsam mit dem Aerofonisten Tukuta Gordillo komponierte er die Musik für die Dokumentation Argies, ein Film über den Krieg auf den Falklandinseln, produziert von der BBC in London sowie für den britischen Spielfilm Die letzte Ernte und diverse Kurzfilme des Regisseurs Miguel Pereyra über die argentinische Provinz Jujuy, die im äußersten Nordwesten des Landes liegt. Ebenfalls an der Seite von Tukuta Gordillo nahm er die CDs Por el paso de Jama und Yawar América auf: Der Paso de Jama ist ein bedeutender Bergpass, der Argentinien mit Chile verbindet, während Yawar América auf Quechua, der Sprache der Inkas, für das Blut Amerikas steht.

Parallel zu seiner Tätigkeit als Gitarrist, baut er Saiteninstrumente in seiner eigenen Werkstatt in Ciudad Real, Spanien.

Kürzlich fertigte er für eine Dauerausstellung im Museo del Hidalgo de Alcázar de San Juan (http://www.turismoalcazar.es/que-visitar/museo-del-hidalgo.html) historische Instrumente aus dem Zeitalter der spanischen Renaissance an

Die Gitarren, die er während seiner Konzerte benutzt, baut er ebenfalls selbst, so dass sie stets den künstlerischen und musikalischen Ansprüchen des jeweiligen Repertoires angepasst sind.



Willy Burgos en su taller